Ermittlungsbericht zur Stuttgarter KrawallnachtAuch ohne Lockdown kriminell

Artikel Teilen

Nachdem in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni randalierende Jugendliche die Innenstadt von Stuttgart unsicher gemacht hatten, dauerte es nicht lange, bis die politisch korrekten Narrative in Stellung gebracht waren. Keine speziellen ethnischen Gruppen oder ausgewiesene Kriminelle sollten es gewesen sein, die der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Krawall-Nacht bescherten, sondern die sogenannte „Partyszene“.

Ein buntgemischter Haufen Jugendlicher, Deutsche wie Nichtdeutsche, die einfach gerne feiern gehen und deren Spaßbedürfnis mit der Corona-Pandemie samt den herrschenden Hygienebestimmungen kollidierte. Der Grund für die Ausschreitungen waren demnach auch keine kulturellen, explizit politischen oder gar die generelle Gewaltbereitschaft einiger polizeibekannter Intensivtäter und Gewohnheitskrimineller, sondern schlicht der Frust der einheimischen Jugend über die Feierverbote während des Lockdowns.

Die Gewalt war quasi nur so etwas wie die handfeste Kritik der Erlebnisorientierten an den mangelnden Gelegenheiten, etwas zu erleben. Im Grunde also die Fortsetzung des Protestes für mehr Freizeiteinrichtungen fürs einfache Volk mit anderen Mitteln und unter Corona-Krisenbedingungen. Dafür konnte man, bei entsprechender Vorprägung fast schon wieder Sympathien entwickeln.

Drei Viertel war bereits straffällig

Jung waren schließlich jeder von uns schon einmal und wer im Partyrausch noch nie über die Stränge geschlagen hat, der hätte zumindest während des von den Virologen verordneten Tanzverbots mal Gelegenheit gehabt, den ersten Stein zu werfen. Er hätte vermutlich allerdings ziemlich früh zum selbstverwalteten schwäbischen Straßenfest erscheinen müssen, um tatsächlich der erste Steinewerfer der Nacht zu sein.

Die Geschichte von den Lausbuben von nebenan hat nur einen Haken: Sie stimmt vorne und hinten nicht. Es sei denn, man wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft einer Jugendstrafanstalt. Der Ermittlungsbericht über die Vorfälle in der Stuttgarter Sommernacht belegt nun laut FAZ: Knapp drei Viertel der Randalierer sind in der Vergangenheit bereits straffällig geworden. Der Großteil der von der Polizei identifizierten 88 Tatverdächtigen fällt zudem nicht nur in die zum Synonym für „Täter mit Migrationshintergrund“ gewordene Gruppe der„jungen Männer“, sondern hat auch ganz dem neuen Wortsinn nach zu übergroßen Teilen tatsächlich einen Einwanderungshintergrund.

Von den zwei Dritteln der Verdächtigen mit deutscher Staatsbürgerschaft stammen 75 Prozent aus Einwandererfamilien. Für die Politik, die sich die Welt und vor allem das eigene Land gerne mit Statistiken schön rechnet, haben diese Täter dank ihres deutschen Passes immerhin den Vorteil, daß sie in den offiziellen Kriminalitätsstatistiken nicht in der Kategorie Ausländerkriminalität aufgeführt werden und sogar noch als Beleg dafür herangezogen werden können, daß Deutsche mindestens genauso kriminell seien wie Ausländer.

Zähneknirschendes Eingeständnis unwiderlegbarer Fakten

Wobei auch dieser uralte Taschenspielertrick der Multikulti-Schönfärberei auf Grund des hohen Kriminellenzuzugs der vergangenen Jahre immer schlechter funktioniert. In Stuttgart waren es 30 Tatverdächtige aus Afghanistan, dem Irak, Somalia, Polen, Kroatien, Portugal, Lettland, Bosnien-Herzegovina, Marokko, Kosovo, Nigeria, Syrien, der Türkei, Rumänien, Serbien und Tunesien, die noch keinen deutschen Paß haben und somit die entsprechende Statistik bereichern könnten. Afghanen sind mal wieder überrepräsentiert und auch sonst entspricht alles den mittlerweile gewohnten Realitätsmustern.

Hier darf der klassische minderjährigen und noch nicht strafmündige 13jährige Syrer natürlich genauso wenig fehlen, wie die mindestens vier Tatverdächtigen, die lediglich „geduldet“ sind, also de facto ausreisepflichtig sind. Daß die Corona-Maßnahmen, etwa Schließungen von Clubs, nicht die Ursache für die Ausschreitungen waren, könne man daran sehen, daß 72 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen schon früher durch Straftaten aufgefallen seien, sagte Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU).

Als Beispiele nannte er zwei Täterbiographien: Ein Mann, der während der Krawallnacht im Juni ein Geschäft geplündert und Smartphones gestohlen haben soll, habe im Oktober 2019 eine wehrlose, drogenabhängige Frau vergewaltigt. Ein weiterer Tatverdächtiger habe Monate vor dem Beginn der Pandemie einen Ladendiebstahl begangen und danach den Kaufhausdetektiv mit dem Messer bedroht.

Lockdown ist also vielleicht und hoffentlich nur einmal, die internationale „Partyszene“ läßt aber offenkundig das ganze Jahr die Sau raus. Von dem von vielen Medien und Politikern angestimmten Kanon des frustrierten schwäbischen Feiervolks bleibt am Ende also nicht mehr als das zähneknirschende Eingeständnis unwiderlegbarer Fakten.

Der Artikel erschien zuerst bei:: Junge Freiheit



Ihnen hat der Artikel gefallen? Helfen Sie uns mit einer kleinen Spende

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.