Es gab laut der AfD-Bischofswerda keine Abstimmung gegen den Rapper Chris Ares – aber stimmt das auch?

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Vor 30 Minuten veröffentlichte ich diesen Artikel unter der Zeile „ Es gab laut der AfD keine Abstimmung gegen den Rapper Chris Ares“. Weiter schrieb ich:

Mysteriöse Wendung in der Causa Chris Ares versus AfD: Der Deutschrapper hatte behauptet, die AfD Regionalgruppe Bischofswerda hätte in einer Stadtratssitzung, mit den Altparteien, gegen sein geplantes Jugendzentrum gestimmt. Darauf veröffentlichte der österreichische Aktivist Martin Sellner ein Video mit dem Titel „Unfassbar – AfD Bischofswerda verbündet sich mit Antifa gegen Chris Ares“.
Nun sagt die AfD-Bischofswerda, es hätte gar keine Abstimmung gegeben (siehe Screenshot).“

Auch wenn ich keine Wertung vornahm, „nur“ die Stellungnahme der AfD-Bischofswerda veröffentlichte, kam die AfD gut weg, während Ares mehr oder weniger als Schwindler dastand, der sich eine Abstimmung, die gegen ihn lief, ausdachte.

Die Facebook-Stellungnahme der AfD-Bischofswerda:

Nach weiterer Recherche kann ich den Ursprungsartikel so nicht stehen lassen. Es ist keineswegs so, dass Ares in dieser Geschichte der Böse ist, die AfD-Bischofswerda die Guten sind. Es gab sehr wohl Gespräche zwischen Ares und der AfD-Führung in Bischofswerda. WhatsApp-Nachrichten, die ich gelesen habe, belegen das. Über den genauen Inhalt kann ich nichts sagen, nur soviel: Die AfD-Bischofswerda kommt nicht gut weg, Ares ist in besagter Kommunikation kein Vorwurf zu machen. Außer, dass es wohl tatsächlich keine offizielle Abstimmung gab, wie er behauptete. Was nicht zwingend bedeutet, dass es keine Absprachen gegeben hätte.

„Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen – ganz Bernau ist glücklich, dass er tot ist“, titelte Franz Josef Wagner 1991 in der „Super!“-Zeitung. Und Ares scheint für die AfD-Führung in Bischofswerda genau so ein Angeber-Wessi aus dem Westen zu sein, „aus den „gebrauchten“ Ländern, der „ihnen die Welt erklären“ will:

Dieser Facebook-Beitrag wurde inzwischen gelöscht. Angeblich auf Druck der Parteiführung

Irgendwie erschütternd, dass es heute noch Leute gibt, die immer noch nicht in Gesamtdeutschland angekommen sind. Deshalb ist die Sache für mich auch kein Problem der Bundes-AfD, sondern der Regionalgruppe Bischofswerda. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das Ganze ist ein PR-Desaster für alle Beteiligten, eines das wir uns hätten schenken sollen.

Der Artikel erschien zuerst bei:: 1984 – Das Magazin



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