Nach RassismusvorwürfenUSA: Bewaffnetes Ehepaar bekennt sich zu „Black Lives Matter“

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ST.LOUIS. Das bewaffnete Anwalts-Paar aus dem US-Bundesstaat Missouri, das durch ein Internetvideo Bekanntheit erlangte, hat nach Rassismusvorwürfen angegeben, die „Black Lives Matter“-Bewegung zu unterstützen. Die Aufnahme zeigt, wie Mark und Patricia McCloskey eine Gruppe von Eindringlingen vor ihrem Anwesen mit Schußwaffen zum Verlassen des Grundstücks auffordern.

Nun haben die Eheleute über ihren Anwalt Albert Watkins Stellung zu dem Geschehen bezogen. Den beiden sei es wichtig, daß der Vorfall nicht von „Black Lives Matter“-Kritikern vereinnahmt werde, teilte Watkins der Nachrichtenagentur Associated Press mit.

Mark McCloskey gab gegenüber dem Regionalsender KMOV an, Störenfriede hätten das Eisentor der privaten Wohnanlage aufgebrochen, zu der auch sein Anwesen gehöre. „Als ich ihnen gesagt habe, daß dies ein Privatgrundstück ist, wurde die Menge sofort wütend und strömten durch das kaputte Tor“, schilderte er die Situation. Er habe die Polizei und den Sicherheitsdienst verständigt, doch niemand sei zur Hilfe gekommen.

Eheleuten seien mit dem Tod bedroht worden

Die Eheleute hätten die Demonstranten mehrfach gebeten, zu gehen. Als Reaktion darauf seien sie bedroht worden. „Sie sagten uns, daß wir und unser Hund umgebracht und unser Haus angezündet würde. Wir standen völlig alleine einem wütenden Mob gegenüber“, sagte McCloskey.

Daraufhin hätten er und seine Frau aus Todesangst jeweils eine Schußwaffe aus dem Haus geholt. Das hätten sie jedoch zu keinem Zeitpunkt aus rassistischen Motiven getan, die Verantwortlichen für die Unruhe seien sogar Weiße gewesen.

Beschuldigter verteidigt Opfer von Polizeigewalt

Sie seien beide Unterstützer der „Black Lives Matter“-Proteste. Es sei ihnen wichtig, daß die Bewegung durch den Vorfall keinen Schaden nehme, nur weil einzelne weiße Personen das Ansehen der friedlichen Demonstrationen beschädigt hätten.

Als Anwälten liege ihnen der Schutz von Bürgerrechten besonders am Herzen. Zudem sei es ihnen ein besonders Anliegen, diejenigen zu verteidigen, denen Gewalt im Namen der Strafverfolgung angetan wurde. Das unterstreiche auch ein aktueller Fall Mark McCloskeys, in dem er Isaiah Forman, einem Opfer von Polizeigewalt, beistehe.

Deutsche Zeitungen berichteten tendenziös und unwahr

Einige deutsche Zeitungen berichteten nicht zutreffend über den Vorfall. Die FAZ schrieb etwa, die Hausbesitzer zielten mit den Waffen auf die Demonstranten, aus dem Video geht aber hervor, das dem nicht so war. Sie haben keine konkrete Person ins Visier genommen.

Zudem habe die Menge die Straße „genutzt“, dabei handelt es sich um ein geschlossene Wohnanlage, die die Eindringlinge rechtswidrig betraten.

Auch die Welt spielte diese widerrechtliche Handlung zu einem „durch die Straßen laufen“ herunter. Der Spiegel wiederum betonte, daß der Wohnort der Eheleute im Gebiet der ehemaligen Südstaaten liegt, um die McCloskeys klischeehaft als konservative Waffenfreunde darzustellen, obwohl sie dies nach eigenen Angaben nicht sind. (zit)

Der Artikel erschien zuerst bei:: Junge Freiheit



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