Baden-WürttembergAfD schließt Landtagsabgeordneten Räpple aus

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STUTTGART. Die AfD Baden-Württemberg hat den Landtagsabgeordneten Stefan Räpple ausgeschlossen. Wie die JUNGE FREIHEIT aus Parteikreisen erfuhr, befand das Landesschiedsgericht der AfD, daß sich Räpple des parteischädigenden Verhaltens schuldig gemacht hat.

Der Landesvorstand hatte im vergangenen Jahr das Verfahren auf den Weg gebracht, da Räpple nach Ansicht der Landesparteiführung durch wiederholte Verstöße gegen die AfD-Satzung der Partei schweren Schaden zugefügt habe. So wurden ihm in der Antragsschrift auf Parteiausschluß unter anderem antisemitische Positionen und eine zu große Nähe zu rechtsextremen Organisationen und Personen vorgeworfen. Anstoß fand auch sein zeitweises Verhalten im Landtag.

Berufung möglich

Zuletzt sorgte Räpple Anfang des Jahres mit einer Demonstration vor dem Südwestrundfunk in Baden-Baden für Unmut in der Partei. „Stil und Ton der Veranstaltung entsprachen in weiten Teilen nicht den Vorstellungen des Bundesvorstands“, hieß es daraufhin in einer Stellungnahme des AfD-Bundesvorstands.

Auf dem Bundesparteitag in Braunschweig Ende vergangenen Jahres machte sich Räpple für die Abschaffung der Unvereinbarkeitsliste der AfD stark, fand für sein Ansinnen jedoch keine Fürsprecher.

Erst vor kurzem war der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon wegen parteischädigenden Verhaltens vom Bundesschiedsgericht aus der AfD ausgeschlossen worden. Räpple galt als Kritiker des Verfahrens gegen seinen Parteifreund Gedeon.

Räpple kann nun vor dem Bundesschiedsgericht in Berufung gegen die Entscheidung des Landesschiedsgerichts Baden-Württemberg gehen. (krk)

Der Artikel erschien zuerst bei:: Junge Freiheit



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