Grosz über die Flüchtlingskrise 2.0

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Nur eine winzige Vorhut von ein paar hundert ist es, exemplarisch für die Millionen, die er noch schicken könnte. Nur ein paar hundert sind es, um nach dem Corona-Virus, eine weitere Weltuntergangsstimmung aufkommen zu lassen.

Die Historie ist einfach erzählt: Erdoğan verliert das syrische Idlib, den letzten Sammelpunkt des islamischen Staates, und damit seine im Glauben verbundenen terroristischen Verbündeten. Verniedlichend wird uns in den Medien die romantische Mär verkauft, es handle sich bei den Kriegern von Idlib um tapfere und aufrichtige Freiheitskämpfer gegen den bösen Diktator Assad. Das Gegenteil ist der Fall, wie so oft: Idlib, der letzte Rückzugsort von Mördern und Terroristen, von Fanatikern und Kriegsverbrechern, dem IS und Al Quaida, denen Syrien und Russland gerade zum verheißenen Paradies verhilft.

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Und damit steht der Sultan von Ankara mit dem Rücken zur Wand, verliert Soldaten durch seine militärische Intervention, kommt in der Türkei selbst unter Druck und wird die Geister, die er so nebenbei selbst rief und kräftig finanzierte, also die armen geschundenen Verlierer von Idlib selbst bei sich aufnehmen müssen. Und nun? Er droht der Nato und der Europäischen Union, will Geld von Europa und die Nato an seiner Seite im Kampf für den Terror.

Ausgerechnet wir sollen Erdoğan helfen, jene Terroristen zu schützen, die aus Europa einst das Kalifat des IS machen wollten. Ausgerechnet wir sollen weitere Milliarden zahlen, damit der Kriegstreiber Erdogan die geistigen Oberhäupter der Anschläge von Nizza, Paris, Berlin, London und Co gut versorgen kann. Ausgerechnet wir sollen unsere eigenen Totengräber finanzieren.

Und exakt an dieser Stelle rächt sich Merkels schmutziger Türkei-Deal mit dem Erpresser. „Geld, oder Leben“ tönt es wieder einmal Richtung Berlin. Ja Frau Merkel, wer sich mit Hunden ins Bett legt, wacht mit Flöhen wieder auf. Und so droht Europa die Flüchtlingskrise 2020, wogegen 2015 ein Kinderfasching war.

Ob wir es wieder schaffen? Das wage ich zu bezweifeln. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!
Gerald Grosz

Der Artikel erschien zuerst bei:: 1984 – Das Magazin



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