Neuer Nanosensor soll Krebserkennung mit nur einem Tropfen Blut ermöglichen

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Bei der Diagnose von metastasierendem Krebs spielt die Erkennung der Krebs-Biomarker im Blut des Menschen eine entscheidende Rolle. Doch all die zahlreichen Diagnoseverfahren, darunter auch die allgemein gut bewährte Magnetresonanztomographie (MRT), haben das gleiche Problem: Die Biomarker sind wegen ihrer extrem geringen Konzentration im Blut äußerst schwer aufzuspüren.

Zwei Doktoranden der niederländischen Universitäten Twente und Wageningen scheinen eine Lösung des Problems gefunden zu haben. Dilu Mathew und Pepijn Beekman entwickelten ein mikroskopisches System, das einen besonderen Typ von Krebs-Biomarkern – die sogenannten Tumor-assoziierten extrazellulären Vesikel – innerhalb eines breiten Spektrums verschiedener Konzentrationen exakt identifiziert kann. Es stellt einen hochempfindlichen Nanosensor mit zwei ineinander verwobenen kammförmigen Elektrodengerüsten dar. Durch den extrem kleinen Abstand zwischen den Zähnen der Mikrokämme – also den Elektroden – von nur 120 Nanometern sollen sich die Krebs-Biomarker sehr präzis erkennen lassen.

Das Nachrichtenportal Phys.Org. zitiert Mathew wie folgt:

Das einzigartige Merkmal dieses Sensors besteht darin, dass sich seine Feinfühligkeit über sechs Größenordnungen erstreckt. Im Gegensatz zu anderen Sensoren umfasst er den größten Teil des klinisch relevanten Spektrums zu Erkennung von Tumor-assoziierten extrazellulären Vesikeln im Blut.

Den Forschern zufolge soll dieses Spektrum von zehn bis zu einer Million Partikel pro Mikroliter reichen. Sie hoffen, dass ihre Erfindung im Vergleich zu den traditionellen Diagnosemethoden wie MRT den Menschen helfen wird, viel Zeit und Geld bei der Diagnose von Krebs zu sparen.

Die Studie der Wissenschaftler wurde in der Fachzeitschrift Nano Letters der American Chemical Society veröffentlicht.

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Weiterlesen: RT Deutsch



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