Syrer ermordet christlichen Freund der Schwester in Salzgitter

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Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen in einem Hinterhof in Salzgitter steht der Mordprozess gegen einen 33-Jährigen am Braunschweiger Landgericht vor dem Abschluss. Dem Syrer wird vorgeworfen, den aus dem Irak stammenden Lebensgefährten seiner Schwester am 26. Januar 2019 auf einem Parkplatz getötet zu haben, weil er die Beziehung nicht duldete.

Laut Anklage war das Ziel die Wiederherstellung der Ehre seiner muslimischen Familie. Für die Staatsanwaltschaft handelt es sich um Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen. (Az: 9 Ks 7/19)

Täter soll seinem Opfer aufgelauert haben

Die Freundin des späteren Opfers war laut Anklage wegen der familiären Probleme im Herbst 2018 an einen unbekannten Ort geflohen. Ihr Bruder habe die Beziehung nicht akzeptiert, weil seine Schwester vom muslimischen Glauben abgefallen sei. Ihr Konvertieren stand im Raum. Im Friseursalon des Irakers in Seesen bei Goslar soll der Angeklagte ihm im November dann direkt mit dem Tod gedroht haben.

Am Tattag soll er dann das Haus seiner Familie mit der Ankündigung verlassen haben, die Ehre nun zu retten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wusste er genau, wo der 25-Jährige sein Auto abends parkte, und lauerte ihm dort in der Dunkelheit auf. Die Mutter des Opfers hörte die Schüsse am Telefon.

Polizisten sichern Spuren an einem Parkplatz, wo ein 25-jähriger Mann durch Schüsse tödlich verletzt wurde.

Angeklagter schweigt

Beim Prozessauftakt im August schwieg der mutmaßliche Täter zu den Vorwürfen und blieb auch im weiteren Verlauf dabei. Derzeit wird nach Angaben einer Gerichtssprecherin ein psychiatrisches Gutachten eingeholt. Im Anschluss an die Vorstellung dieses Gutachtens seien die Plädoyers vorgesehen.

Das Urteil könnte dann am 13. Februar fallen.

 Quelle: haz.

Dieser Artikel erschien zuerst bei: thruth24.net



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