Einzelhandel profitiert von Weihnachtsmärkten

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Zu Stoßzeiten kann es auf den Weihnachtsmärkten in Sachsen-Anhalt kuschelig werden. Nicht nur die Betreiber von Glühweinbuden freut das.

Halle (dpa) l Wollsocken, Glühwein und erzgebirgische Holzkunst: Das Angebot auf den Weihnachtsmärkten ist breitgefächert. Bislang waren die Händler in Sachsen-Anhalt mit ihren Verkäufen und der Zahl der Besucher zufrieden, wie eine Umfrage der Deutschen Presseagentur ergab. Besonders Geschenke, Getränke und Süßwaren gingen gut weg. Dabei freuen sich nicht nur die Budenbesitzer über volle Märkte, auch die Einzelhändler von Modegeschäften, Einkaufszentren und Spielzeugläden in der Nähe profitieren von dem Getümmel. An einem Tag ist das Geschäft für alle besonders lukrativ.

“Kurz vor Weihnachten verkaufen sich natürlich die Produkte, die sich als Geschenk eignen, besonders gut. Hierzu zählen zum Beispiel Schmuck, Quedlinburger Sterne, Woll-Artikel oder auch Zigarren und Liköre oder Süßwaren zum Mitnehmen”, sagte Nico Reischke von der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH. Seit der Eröffnung vor gut zwei Wochen kamen rund 70 000 Besucher auf den Weihnachtsmarkt in der Harzstadt. “Generell haben wir bis jetzt von den Händlern ein durchweg positives Feedback erhalten”, berichtete Reischke. Das Wetter spielte bislang relativ gut mit.

Auch in Magdeburg sind die Weihnachtsmarktgeschäfte laut Organisatoren vielversprechend angelaufen. “Durch die neue Lichterwelt Magdeburg haben wir eine starke Frequenzsteigerungen”, betonte der Geschäftsführer der Magdeburger Weihnachtsmärkte, Paul-Gerhard Stieger. Es werde eines der stärksten Weihnachtsgeschäfte der vergangenen Jahren erwartet. Genaue Zahlen zu den bisherigen Umsätzen konnten allerdings noch nicht genannt werden.

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“Die Weihnachtsmärkte sorgen natürlich gleichzeitig für volle Innenstädte”, stellte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen-Anhalt und Thüringen, Knut Bernsen, in Magdeburg fest. Das führe zu Synergieeffekten für den Einzelhandel. Einige Menschen nutzten den Marktbesuch, um davor oder danach auch Einkäufe in den benachbarten Geschäften zu erledigen.

“Die Weihnachtsmärkte kurbeln dadurch den Umsatz an”, bestätigte Wolfgang Fleischer von der City-Gemeinschaft Halle. Gerade Menschen, die im Umland großer Städte wohnten, verbänden den Ausflug zum Weihnachtsmarkt nicht selten mit einem Einkaufsbummel. In Halle sei das deutlich zu spüren. “Der Weihnachtsmarkt in Halle kommt gut an, dadurch gibt es auch mehr Menschen in der Innenstadt.”

In den kleineren Städten, wo die Geschäftsleute oft um ihre Existenz bangten, könne ein Weihnachtsmarkt ebenfalls die Innenstadt beleben, sagte Bernsen. Das spürten auch die Einzelhändler. Dabei sei vor allem ein Tag in der Adventszeit wichtig: “Die verkaufsoffenen Sonntage lohnen sich besonders”, sagte Bernsen. Die Menschen hätten dann in der Regel frei und nutzten diesen Tag zum Einkaufen. Die City-Gemeinschaft Halle bedauerte, dass es in diesem Jahr keinen verkaufsoffenen Sonntag in der Saalestadt gibt.

Nach Angaben des Handelsverbandes Sachsen-Anhalt sind wie in den Vorjahren Spielwaren, Schmuck, Bücher und Kosmetika die Verkaufsklassiker. Auch elektronische Geräte und vor allem Gutscheine kämen gut an. Für Umsatzzahlen war es aber auch hier noch zu früh.

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Dieser Artikel erschien zuerst bei: volksstimme

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