Iran im Visier? Israel testete geheime Rakete

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Mit einem Großaufgebot an Überwachungsflugzeugen testete Israel am Freitag eine neue Rakete. Diese soll laut dem israelischen Journalisten Avi Scharf vom Luftwaffenstützpunkt Palmachim südlich von Tel Aviv abgeschossen worden sein, wo sich auch die Raketensilos der nuklearbestückten Jericho-Raketen befinden sollen. Aus dem israelischen Verteidigungsministerium hieß es dazu:

Vor einigen Minuten hat das Verteidigungs-Establishment, von einem Stützpunkt in Zentral-Israel aus, einen Test eines Raketenantriebssystems durchgeführt. Der Test war vorbestimmt und verlief nach Plan. 

Nachdem Israels Jericho-Programm der strengsten Geheimhaltung unterliegt und keine Angaben über technische Details der Raketen bekannt sind, spekulieren Sicherheitskreise und Medien, dass es sich um einen Test des Jericho-Programms handeln könnte. Um keinen Zwischenfall mit Passagierflugzeugen zu riskieren, wurde der Luftraum zwischen Tel Aviv bis zur griechischen Insel Kreta zum Zeitpunkt des Tests vollständig geräumt.

Lediglich die zum israelischen “Verteidigungs-Establishment” gehörenden Flugzeuge durften sich in diesem Luftraum aufhalten. Dazu gehörte ein IAI-Flugzeug (Israel Aerospace Industries), das mit speziellen Sensoren zur Auswertung von Telemetriedaten von Raketen ausgestattet ist, zwei mit Frühwarn- und Überwachungssystemen ausgestattete Gulfstream G550 und einige C-130 Hercules. 

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nahm den Test als Anlass, um auf die Doppelstandards im Umgang mit Israel hinzuweisen. Dabei behauptete er, allerdings ohne Beweise anzugeben, dass es sich um eine atomwaffenfähige Rakete gehandelt haben soll und sie gegen den Iran gerichtet war.  

E3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien/Anm.) & USA beschweren sich nie über das einzige Atomarsenal in Westasien – bewaffnet mit Raketen, die tatsächlich so DESIGNED sind, um Atombomben zu tragen –, aber haben Anfälle von Apoplexie wegen unserer konventionellen und defensiven (Raketen). 

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Zuvor wurde bekannt, dass sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien in einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres darüber beschwerten, dass “Irans Entwicklung von atomwaffenfähigen ballistischen Raketen” nicht “konsistent” mit der UN-Resolution 2231 sei, die nach dem Atomdeal 2015 verabschiedet wurde. Die E3-Staaten forderten Guterres auf, dass er in seinem nächsten Bericht an den UN-Sicherheitsrat erwähnt, dass das iranische Raketenprogramm gegen die Resolution verstößt. Teheran sieht sich zu Unrecht gebrandmarkt, weil die Resolution 2231 die Entwicklung und das Testen von ballistischen Raketen nicht verbietet. Es wird lediglich an den Iran appelliert, keine ballistischen Raketen zu entwickeln, die mit nuklearen Gefechtsköpfen versehen werden könnten.

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