Berlin: Unmensch köpft Zicklein – Ziegenmama hört nicht auf zu wimmern

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Berlin – Grausamer Tiermord auf der Naturschutzstation Hahneberg im Stadtteil Spandau. Unbekannte töteten am ersten Adventswochenende das Ziegen-Baby. Zurück blieben seine erbärmlich jammernde Zwillingsschwester Paula und die kläglich schreiende Mutter.

„Als ich Sonntagfrüh um 8.30 Uhr zur Station lief, hörte ich die beiden schon von weitem, sie waren völlig verstört“, sagt Beatrix Herzog (51), Naturpädagogin der Station. „Die Mutter deutete mit ihrem Kopf in eine Richtung. Als ich dorthin ging, sah ich hinter dem Stall Paulines Körper liegen. Mir ist das Herz gebrochen.“

BILD | 7. Dezember

Mir auch, Beatrix, mir auch. Es war nicht der erste Mord in der Naturschutzstation. Im Abril dieses Jahres wurden vier Lämmer ermordet.
„Man hat sie geschächtet, auf dem Boden des Stalls gab es morgens eine riesige Blutlache. Die leblosen Tiere wurden mitgenommen“, sagte Beatrix der BILD.
Hm. Lasst mich mal überlegen. Welche Bevölkerungsgruppe schächtet? Da hätten wir die Juden und die Moslems. Wer könnte es gewesen sein? Knifflige Frage.
Aber mal wieder im Ernst: Was ich nicht verstehe ist, warum Beatrix, die ihre Tiere über alles liebt, deren Mörder sie im Umkehrschluss abgrundtief hassen muss … Moment, um zu verstehen, worauf ich hinaus will, müsst Ihr dieses Zitat lesen:

„Kurz zuvor hatten Männer gefragt, ob sie hier Schafe kaufen könnten, was ich verneinte.“ Sie hatte sogar Leute erwischt, die versuchten, Tiere tagsüber über den Zaun zu ziehen. „Seitdem gab es in unregelmäßigen Abständen immer wieder Anfragen von männlichen Einzelpersonen, Ziegen und Schafe zu erwerben.“

BILD | 7. Dezember

Also nochmal: Was ich nicht verstehe ist, warum Beatrix, die ihre Tiere über alles liebt, deren Mörder sie im Umkehrschluss abgrundtief hassen muss, die Herkunft dieser Männer nicht nennt. Oder hat sie die vielleicht genannt und BILD verschwieg sie? Wir wissen es nicht. Noch nicht. Ich werde Beatrix Montag anrufen und fragen.

Um ihre Tiere zu schützen schläft Beatrix im Schlafsack im Gehege. Doch selbst das reicht nicht. Paula, die Schwester des ermordeten Zickleins, und ihre Mutter müssen zur Sicherheit die Nacht in einem belüfteten Container verbringen.
Sie können nicht verstehen, was passiert ist. Natürlich nicht.
Sie wimmern und schreien die ganze Nacht.

Der Artikel erschien zuerst bei:: 1984 – Das Magazin

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