Steigende Zahl krimineller Migranten: Kommt es zum Clan-Krieg in Deutschland?

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Es gebe zwar noch keine verfestigten Strukturen, sagt BKA-Präsident Holger Münch in der RBB-Dokumentation „Beuteland – Die Millionengeschäfte krimineller Clans“, in einem Drittel aller Ermittlungsverfahren gegen die arabisch-libanesischen Clans seien jedoch immer mehr Zuwanderer als Tatverdächtige aufgetaucht. Man müsse das weiter im Auge behalten und dürfe „solche Dinge nicht über Jahre laufen lassen. Das ist, glaube ich, die große Lehre, die wir aus den Entwicklungen der letzten 30 Jahre ziehen müssen.“

Polizei befürchtet Auseinandersetzungen zwischen den Clans

Der Essener Polizeipräsident Frank Richter (60) glaubt, dass es zum Clan-Krieg kommen könnte zwischen den alteingesessenen Familien und den neu hinzugekommenen Gruppen. Er warnt davor, dass die neu Zugewanderten teilweise über „Kampferfahrung verfügen“ würden. „Das ist natürlich noch mal eine ganz, ganz andere Qualität als das, was wir momentan haben“, so Richter.

Die Essener Polizei beobachtet bereits, dass diese neuen Gruppen den etablierten Clans bereits Konkurrenz machen, sie sogar unter Druck setzen würden. Wurden beispielsweise Migranten aus dem Irak bisher nur als Läufer bei Drogengeschäften eingesetzt, so seien inzwischen Gruppierungen zu beobachten, die versuchen, „die Geschäfte zu übernehmen“.

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NRW: Über 10 000 Straftaten durch Araber-Clans

Alleine in Nordrhein-Westfalen registrierten die Ermittlungsbehörden bei 860 Razzien im Clan-Milieu über 10 000 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, nahmen 350 Personen fest und kontrollierten dabei mehr als 26 000 Mitglieder der kriminellen Großfamilien.

Sollte es zu einem Clan-Krieg in Deutschland kommen, ist zu befürchten, dass durch die neuen Gruppen die Gewalt erheblich zunehmen wird, vermutlich auch gegenüber unbeteiligten Dritten. In Berlin kommt es beispielsweise immer wieder zu Schießereien, wie am 29. September 2019 in der Charlottenburger Kantstraße, bei dem zwei 25-Jährige angeschossen und lebensgefährlich verletzt wurden.

Auch Tim Wiese in Clan-Schießerei verwickelt

Auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Tim Wiese (37) geriet am 13. November 2019 in eine Auseinandersetzung an der Berliner Gedächtniskirche, bei der es um die Ablösesumme für eine Prostituierte ging. Ein Mitglied des berüchtigten Remmo-Clans wurde dabei mit einem Messer verletzt, ein anderer bekannter und vorbestrafter Gewalttäter schoss mehrmals in die Luft.

Wiese gibt sich – obwohl nur Zeuge – als Gangster, verweigerte die Kooperation mit den Behörden. Dennoch ist das ein gefährlicher Weg, auf den sich der ehemalige Torwart des SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim begibt.

Der Artikel erschien zuerst bei:: 1984 – Das Magazin



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